Mein heutiger Gast im Bildungsspirit-Interview ist Heidi Weber Rüegg. Die gelernte Kauffrau, studierte Betriebswirtschaftlerin, Organisationsentwicklerin und Kindergartenlehrkraft aus der Schweiz ist heute selbstständige Unternehmerin in den Bereichen Team- und Organisationsentwicklung, Prozessbegleitung und Führungskräfte-Coaching. Die persönlichen Erfahrungen aus ihrer Zeit im Elementarbereich des Bildungssystems prägen bis heute Heidis Sichtweise und Coachingmethoden. Sie sagt sogar über sich selbst, dass sie keine bessere Führungsausbildung hätte haben können, als die drei Jahre als Lehrkraft im Kindergarten.

Mein heutiger Gast im Bildungsspirit-Interview ist Hans Siewert. Er arbeitet als Vermögensberater bei der Deutschen Vermögensberatung, die als Hauptsponsor für die „Entrepreneur University” auftritt, einem Gipfeltreffen für junge Menschen, die ihr eigenes Unternehmen gründen wollen. Dort können sie sich unter anderem Input von erfolgreichen (Start-up-)Unternehmern holen, sich miteinander vernetzen und austauschen. Hans Siewert setzt sich dafür ein, dass jungen Menschen schon früh Wertschätzung entgegengebracht wird. Etwas, das er in seiner eigenen Schulzeit lange vermisst hat. Er träumt davon, dass jedem Schüler gezeigt wird, wie wertvoll er als Mensch ist und was er alles erreichen kann. Weil es das ist, was die Schüler dazu motiviert, über sich hinauszuwachsen, positiv in die Zukunft zu blicken, Pläne zu machen und für ihre Ziele zu kämpfen.

Mein heutiger Gast im Bildungsspirit-Interview ist Regina Maltzahn. Sie ist Expertin für Personalentwicklung und Bewerbungsverfahren mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Sport- und Fitnessbranche. Wenn sie im Bewerbungsgespräch einen potenziellen Mitarbeiter „beurteilt”, nimmt sie sich vor allem eines: ganz viel Zeit. Zeit, den Mensch mit seinen Stärken und Schwächen kennenzulernen – mit seiner persönlichen Motivation, seinen Zielen und Visionen. So lässt sie ihren Gesprächspartner zum Beispiel seinen bisherigen Lebensweg an einer Flipchart visualisieren – denn dadurch entsteht ein vertiefender Austausch, der ihr hilft, die Persönlichkeit des Bewerbers einzuschätzen. Schulnoten spielen dabei für sie kaum eine Rolle. Denn Regina denkt in der Hinsicht genau wie ich: Wenn man Freude an dem hat, was man tut, und mit Leidenschaft dabei ist, dann kann man damit auch sehr erfolgreich werden – ganz unabhängig davon, was irgendwann einmal im Schulzeugnis gestanden hat.

Mein heutiger Gast im Bildungsspirit-Interview ist der Diplom-Pädagoge Dieter Schmitz. Er arbeitet bei einem Jobcenter der Agentur für Arbeit und begleitet dort „marktferne Jugendliche unter 25 Jahren” auf ihrem Weg ins Berufsleben. Damit gemeint sind junge Menschen, bei denen man davon ausgeht, dass es länger als sechs Monate dauern wird, bis sie in ein Ausbildungs- oder Beschäftigungsverhältnis vermittelt werden können. Weil sie den Kopf dafür gar nicht frei haben. Weil sie viele Päckchen zu tragen haben, die sie davon abhalten, sich beruflich weiterzuentwickeln, wie z. B. psychische Erkrankungen, angespannte Familiensituationen oder hohe Schulden. Häufig sind sie auch Schulabbrecher.

Schulabschluss in der Tasche – und was kommt dann? Das Hobby zum Beruf machen? Klassische Ausbildung oder Studium? Selbstverwirklichung oder Karriere starten? Oder lässt sich beides tatsächlich vereinen? Fragen, die sich viele Schüler, aber auch deren Eltern stellen. Leider kommt Berufsberatung in der Schule noch immer viel zu kurz. Und das, was angeboten wird, ist häufig nicht auf dem neuesten Stand. Viele Schüler sind verunsichert oder orientierungslos, einige werden von ernsten Zukunftsängsten geplagt. Und dann wäre da ja noch die Sache mit den Noten …

Soziale Medien boomen – nicht nur auf dem Schulhof. Dass das, was viele Kinder in ihrer Freizeit an Smartphone, Tablet und Co. treiben, nicht nur Spielerei oder sinnloser Zeitvertreib ist, sondern auch viele neue Berufsbilder mit sich bringt, ist vielen Eltern und Lehrern überhaupt nicht bewusst. Tatsache ist: Mit YouTube, Facebook, Instagram und Online-Gaming lässt sich genauso professionell Geld verdienen wie in jedem anerkannten Ausbildungs- oder Studienberuf. Das beweist auch mein Gast in diesem Bildungsspirit-Interview:

Josua Laufer ist Vortragsredner und Head of Management bei Hermann Scherer, einem der Top-Speaker Deutschlands in den Bereichen Marketing, Erfolg und Motivation. Zu seinem Traumjob verhalfen ihm nach eigener Aussage weder die Zeugnisse aus seiner Schulzeit noch sein abgeschlossenes Philosophiestudium. Vielmehr seien es seine innere Haltung, starkes persönliches Engagement sowie ein außergewöhnliches Bewerbungsschreiben gewesen, die ihm die Türen zu seinem Wunsch-Arbeitgeber geöffnet hätten.