Warum versteht mein Kind mich nicht? Bei der Kommunikation in der Familie zählt so viel mehr als die Worte, die wir wählen. Worte machen nur einen Teil der Botschaften aus, die wir kontinuierlich senden. Denn wie Paul Watzlawick zu recht noch immer zitiert wird: „Man kann nicht nicht kommunizieren.” Stimme, Betonung, Körperhaltung und Gestik wirken alles andere als unerheblich auf unser Gegenüber. Deswegen ist es so wichtig, dass wir als Eltern eine einheitliche Botschaft an unsere Kinder senden – dass wir mit unserem Auftreten nicht etwas völlig anderes ausstrahlen, als wir mit unseren Worten sagen möchten. Denn wie Erwachsene spüren auch unsere Kinder bereits, was zwischen den Zeilen mitschwingt.

1. Oktober – ein Jahr Mückenelefant-Podcast – ein Grund zu feiern! Und das mache ich heute nicht alleine, sondern mit meinem Lebenspartner Mark Zimmermann. Wer von euch meinen Podcast schon etwas länger hört, weiß vielleicht bereits, dass Mark und ich seit letztem Jahr ein Paar sind und seit einigen Monaten auch in unserer Patchwork-Familie zusammenleben. Mark und ich haben in unserem Leben schon einige nicht funktionierende, zum Teil auch ungesunde, Beziehungen geführt und daraus viel gelernt. Vor allem haben wir selbst uns in den vergangenen Jahren enorm verändert, uns stark mit unserer eigenen Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt, unsere alten Verletzungen betrachtet und bearbeitet ...

Häufig werde ich gefragt: Simone, du bist immer so gut drauf und strahlst so viel Gelassenheit und positive Energie aus – dabei hast du so viele Projekte, bist ständig für deine Arbeit unterwegs – und Mama bist du ja auch noch ... Wie schaffst du das eigentlich, immer so entspannt zu bleiben?”Soll ich dir mal was sagen? Ja, auch ich fühle mich manchmal einfach überfordert!

Als Eltern machen wir uns Sorgen um unsere Kinder. Bei den meisten von uns fing das schon in der Schwangerschaft an. Wird alles gut gehen? Werde ich eine gute Mutter bzw. ein guter Vater sein? Und kaum ist das Kind auf der Welt, kommen immer weitere Ängste und Sorgen hinzu. Eltern-Ängste sind völlig normal und gesund. Denn wie alle unsere Gefühle ist Angst wertvoll. Angst hat eine positive Absicht – sie versucht, uns zu beschützen ...

Hilfe, mein Kind langweilt sich! Langeweile bei Kindern wirkt auf Eltern und andere Familienmitglieder gerne mal als bedrohlicher Zustand ;) „Paapaaaa, wann sind wir endlich daaaa?” und „Maamaaaa, mir ist laaaangweilig!” hören einige Eltern nur ungerne und wollen ihre Kinder daher stets gut beschäftigt wissen. Schnell führt das zu einem ordentlich vollgepackten Terminkalender, der gar keinen Raum für Langeweile mehr hergibt. In manchen Familien mündet dies in einen regelrechten Freizeitstress, bei dem zwischen einer Aktivität und der nächsten kaum noch Zeit zum Durchatmen bleibt. Und zwischendrin bleibt unterwegs im „Mama-Taxi” natürlich noch der Griff zu Smartphone, Tablet und Co. – denn Handyspiele und Social Media bieten jederzeit schnelle Ablenkung …

Als Eltern müssen wir einfach nur auf unser Bauchgefühl hören? Unsere Instinkte und die eigene Intuition sagen uns schon, welcher der „richtige Weg” im Umgang unseren Kindern ist? Oder ist unser Bauchgefühl vielleicht nur die Summe der Bewertungen unbewusster Erlebnisse und Erfahrungen, die wir unser Leben lang gesammelt haben? Mit meiner Podcast-Folge #046 „Das eigene Bauchgefühl”, die ich vor zwei Wochen veröffentlicht habe, erreichten mich einige Nachfragen zum Thema – daher möchte ich heute noch weiter auf das Thema eingehen und mich dabei auf die oben genannten Fragestellungen beziehen.

Auf mein eigenes Bauchgefühl zu vertrauen – eine Aufgabe, vor die mich das Leben immer wieder stellt. Das Verhältnis zu meinem eigenen Bauchgefühl war schon immer „etwas angespannt”, denn als junges Mädchen habe ich in meinem Umfeld immer wieder gehört, dass mit meinem Bauchgefühl „irgendetwas nicht stimmt”. Ich hörte, ich würde mir bestimmte Dinge einreden. Ich lernte, mich nicht auf mein Gefühl für meine persönlichen Grenzen zu verlassen. Das sitzt tief. Auch wenn ich mittlerweile durch meine Ausbildung, meine Berufs- und Lebenserfahrung weiß, dass ich meine Gefühle nicht vor mir selbst und anderen rechtfertigen muss, kommt es in bestimmten Situationen und Lebensphasen immer wieder vor, dass ich nicht auf meine eigene innere Kraft vertraue ...

Loslassen, geliebte Menschen gehen lassen oder selbst zurücklassen – Der Umgang mit dem Tod ist noch immer ein sensibles Thema. Doch es ist auch eines, mit dem es sich lohnt sich auseinandersetzen, selbst wenn man aktuell keine Berührungspunkte damit hat. Denn das Wissen um unsere eigene Vergänglichkeit und die der Menschen, die wir lieben, kann uns im Leben so viel geben. Leben und Tod sind untrennbar miteinander verbunden. Und der Tod kann uns helfen, das Leben zu genießen.

Traurig, erschöpft, antriebslos – leiden Mütter unter Depressionen, hat das enorme Auswirkungen auf ihre Kinder. Denn Kinder fühlen sich verantwortlich für die Stimmung ihrer Eltern und wollen dass es Mama schnell wieder gut geht. Insbesondere, wenn ihre Mutter in einem emotionalen Tief steckt, sich zurückzieht und weitestgehend mit sich selbst beschäftigt ist, wirkt sich das auf die seelische wie auch körperliche Gesundheit der Kinder negativ aus. Je nach Alter des Kindes, Schwere der Depression und sozialem Umfeld kann es passieren, dass Kinder ihre eigenen Bedürfnisse den Eltern zuliebe völlig zurückstellen, ihre Ängste unterdrücken und in die Elternrolle rutschen.

Hochsensibel, hochsensitiv oder gefühlsstark – Begriffe, die seit einiger Zeit häufig fallen, wenn es darum geht, Kinder mit „emotional auffälligem” Verhalten zu beschreiben. Kinder, die allgemein „empfindsamer” als andere wirken oder häufiger weinen – und früher vielleicht herablassend als „Heulsuse” bezeichnet worden wären. Oder z. B. Kinder, die im Vergleich zu anderen Kindern in ihrem Umfeld häufig sehr starke oder lang andauernde Wutausbrüche haben.

Mein heutiger Gast im Bildungsspirit-Interview ist Sebastian Purps-Pardigol. Der heutige Führungskräftetrainer, Organisationsberater und erfolgreiche Autor (u. a. „Führen mit Hirn”) verbindet in seinen Coachings und Publikationen die Erfahrungen gelungener Unternehmenskulturen mit den Erkenntnissen der modernen Hirnforschung. Gemeinsam mit dem Neurobiologen Prof. Dr. Gerald Hüther gründete er zudem die Non-Profit-Initiative „Kulturwandel in Unternehmen und Organisationen”.