Narzissten sind völlig auf sich selbst bezogen, verhalten sich egoistisch, sind ständig auf der Suche nach Anerkennung und Bewunderung von außen und erwarten, dass sich die ganze Welt um sie dreht. Man könnte also meinen, Narzissmus und Partnerschaft schließen sich komplett aus – denn wer möchte schon eine Beziehung mit einem Menschen führen, der solche Verhaltensweisen an den Tag legt? Doch narzisstische Partner in einer Beziehung sind keine Seltenheit. Schließlich sind Narzissten Meister der emotionalen Manipulation und durchaus in der Lage, ihren wahren Charakter anfangs zu verbergen und sich von einer ganz anderen Seite zu zeigen ...

Mein heutiger Gast im Bildungsspirit-Interview ist Dr. Christian Dogs, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Dr. Dogs ist Experte für Resilienz, war Mitbegründer und ärztlicher Direktor der psychosomatischen Fachklinik Panorama in Scheidegg sowie Chefarzt der Klinik Wollmarshöhe Bodnegg und der Max Grundig Klinik Bühlerhöhe. Der Spiegel-Bestseller-Autor („Gefühle sind keine Krankheit”) zählte dort in mehr als drei Jahrzehnten auch viele Lehrer zu seinen Patienten, die wegen Burnout, Depressionen, chronischen Erschöpfungszuständen oder Schlafstörungen Hilfe suchten. Denn der Lehrerberuf fordert viel ab: Lehrer sind ständigem Stress, vielen Reizen und einem hohen Erwartungsdruck ausgesetzt. Darüber hinaus fällt es vielen schwer, sich außerhalb der Schule wirkliche Auszeiten einzuräumen und Beruf und Freizeit zu trennen.

Enttäuschung und die eigene Erwartungshaltung als Mutter und Partnerin: Ein Thema, das bei mir letzte Woche ganz persönlich laut wurde. Da hatte ich nämlich Geburtstag und der Tag verlief irgendwie ganz anders, als ich es „erwartet” hatte. In dieser sehr persönlichen Podcast-Folge nehme ich euch mit durch diesen Tag und erzähle euch, wie ich mit den Emotionen umgegangen bin, die das Verhalten meiner Familie in mir ausgelöst hat. Beziehungsweise das Nicht-Verhalten ;)

Ich könnte es heute nicht besser ausdrücken, als es bereits der amerikanische Psychotherapeut und Autor Steve de Shazer formulierte: „Das Reden über Probleme schafft Probleme, das Reden über Lösungen schafft Lösungen.” Eine wertvolle Erkenntnis für jeden von uns, ganz besonders aber für alle Eltern. Denn ein positiver Fokus und Lösungsorientierung statt Fehlersuche sind wichtige Bestandteile elterlicher Selbstfürsorge und essentiell für ein entspanntes Familienleben. Eltern, die für sich selbst gut sorgen, achtsam mit sich umgehen und ihre eigenen Glaubenssätze regelmäßig hinterfragen und anpassen, können auch ihre Kinder aufmerksam und liebevoll begleiten.

Einen gesunden Umgang mit Emotionen fördern – dafür setzt sich Yvonne Schönau, mein heutiger Gast im Bildungsspirit-Interview, als Speakerin und Trainerin für emotionale Intelligenz täglich ein. Ihre Vision ist es, Menschen sich selbst näher zu bringen, damit sie ein erfülltes Leben führen und mit anderen Menschen empathischer kommunizieren können. Welche Rolle emotionale Intelligenz in der Schule spielt und wie Lehrer Schüler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung fördern können, darüber tausche ich mich in diesem Gespräch mit der studierten Kommunikationswissenschaftlerin aus.

Wie funktioniert eine Patchworkfamilie? Welche Probleme bringt das Leben mit „Bonuskindern” und „Bonuseltern” so mit sich? Und wie kriegt man die verschiedenen Bedürfnisse aller Beteiligten unter einen Hut? Ein Thema, das angesichts der weiterhin hohen Trennungs- bzw. Scheidungsrate in Deutschland nicht an Relevanz verliert. Wenn Kinder mit in eine Beziehung gebracht werden, stellt das sowohl die Eltern der Kinder, die Stiefeltern und natürlich besonders die Kinder selbst vor große Herausforderungen. Kommen dann später noch kleine Stiefgeschwister hinzu, sortiert sich noch einmal alles neu.

Pubertät – Wenn Kinder erwachsen werden, stehen Eltern vor einem Haufen von Fragen und Herausforderungen. Was ist eigentlich mit meinem Kind passiert? Ich erkenne es gar nicht wieder – irgendwie ist alles anders als früher … Wenn Jugendliche sich zurückziehen und ihre Eltern gefühlt aus ihrem Alltag verbannen” wollen, ist das kein Zeichen dafür, dass die Eltern alles falsch gemacht” haben, sondern Teil eines normalen Entwicklungsprozesses. Die Pubertät ist eine Zeit, in der junge Menschen sich noch einmal neu finden und in der sich ihre eigene Persönlichkeit verstärkt ausbaut. In den Widerstand zu gehen und die Werte und Normen, die die eigenen Eltern vorgelebt haben, zu überprüfen, gehört dabei einfach dazu. Alles, was wir als Eltern tun müssen, ist, in diesen Prozess und unsere Kinder zu vertrauen und auf unser Bauchgefühl zu hören. Junge Menschen müssen ihre Erfahrungen machen und ihr Leben selbst erleben dürfen – mit allen Emotionen, mit Erfolgen und Rückschlägen. Wir können sie nicht vor allem schützen. Aber wir können ihnen auch in dieser Zeit stärkend zur Seite stehen ...

Berufstätige Mütter kennen diese Schuldgefühle: Bin ich eine schlechte Mutter, wenn ich mein Baby oder Kleinkind fremdbetreuen lasse, um arbeiten zu gehen oder mir etwas Zeit für mich zu gönnen?!Nach den ersten Monaten oder Jahren, in denen sie ihr Kind nahezu alleine betreut und versorgt haben, spüren viele Mütter das Verlangen nach dem Wiedereinstieg in den Job oder möchten nochmal einen beruflichen Neuanfang wagen. Dazu kommt häufig auch noch ein finanzieller Druck, der ihnen die Entscheidung über das Ende der Elternzeit indirekt abnimmt. Sie fühlen sich hin- und hergerissen zwischen ihrer Mutterrolle, dem Drang nach Berufstätigkeit und ihrem Bedürfnis nach Me-Time. Dabei ist es für Mütter und Väter so wichtig, ohne schlechtes Gewissen auch ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und gut für sich selbst zu sorgen, damit sie ausgeglichene, entspannte und liebevoll zugewandte Eltern für ihre Kinder sein können.

Konflikte in der Pubertät: Wenn Jugendliche nicht mehr zur Schule gehen wollen, sich ihren Eltern gegenüber ständig aggressiv oder unverschämt verhalten, sich auf ihr Zimmer zurückziehen oder einen allgemein demotivierten Eindruck machen, stehen Eltern häufig mit großen Fragezeichen im Gesicht da. Sie fragen sich, was mit ihren Kindern los ist und ob bzw. was sie in ihrer Erziehung falsch gemacht haben. Sie hatten es doch immer nur gut gemeint. Doch gut gemeint ist nicht immer gut ...

Gleichwürdigkeit und Gleichberechtigung – wo liegt da eigentlich der Unterschied und welche Rolle spielen diese beiden Begriffe im täglichen Umgang mit unseren Kindern? Während Gleichwürdigkeit sich im Bereich der Kindererziehung (bzw. in der Beziehung zu unseren Kindern) darauf bezieht, dass Eltern und Kinder gleich viel „Wert sind” und sowohl ihre Bedürfnisse als auch ihre Gefühle alle gleich wichtig und ernst zu nehmend sind, bezieht sich Gleichberechtigung auf Zuständigkeiten, Verantwortlichkeiten und Entscheidungsfreiräume. Und bei Letztgenanntem gibt es in einer Familie durchaus eine Hierarchie – Kinder sind ihren Eltern gegenüber also durchaus gleichwürdig, aber nicht in allen Belangen gleichberechtigt. Denn Eltern haben eine Verantwortung ihren Kindern gegenüber. Und dazu gehört es auch, Entscheidungen gegen den augenblicklichen Willen des Kindes zu treffen. Ein für mich ganz wichtiger Punkt in der Eltern-Kind-Beziehung, denn Kinder bekommen manchmal zu viel von dem, was sie wollen, und zu wenig von dem, was sie brauchen, da viele Eltern Konflikte mit ihren Kindern nicht aushalten.

Gute Gefühle, schlechte Gefühle – in diesen Kategorien zu denken, wurde den meisten von uns von klein auf beigebracht. Viele von uns haben noch von ihren Eltern gelernt, die sogenannten „bösen Emotionen” wie Wut oder Angst zu unterdrücken. Doch gibt es sie wirklich, diese falschen oder schlechten Gefühle? Oder sind nicht alle Gefühle irgendwie „richtig“? Eines ist jedenfalls unstrittig: Unsere Emotionen können eine ganze Herde von Mückenelefanten zusammentrommeln und unser Zusammenleben als Familie immer wieder auf den Kopf stellen …

Eifersucht ist ein Gefühl, das unter Geschwisterkindern ziemlich verbreitet ist. Selbst Geschwister, die sich eigentlich nahestehen und mögen, fühlen sie sich in manchen Situationen von den Eltern benachteiligt, vernachlässigt oder sogar weniger geliebt als ihr Bruder oder ihre Schwester. Bereits mit der Geburt eines Geschwisterkindes geht der „Konkurrenzkampf” um Mamas und Papas Aufmerksamkeit los, der sogar weit über die Pubertät hinaus anhalten kann. Eltern fühlen sich häufig innerlich zerrissen und empfinden einen großen Druck, jedes seiner Kinder genau gleich zu behandeln. Doch seien wir mal ehrlich – wer schafft das schon?! Und ist das überhaupt sinnvoll und erstrebenswert?