Stillen will gelernt sein. Auch wenn es die natürlichste Art ist, ein Baby zu ernähren, klappt es nicht immer problemlos. Sowohl beim Stillstart als auch im weiteren Verlauf einer Monate oder Jahre andauernden Stillbeziehung können immer wieder Unsicherheiten, Ängste oder Schmerzen auftreten, die nach professioneller Unterstützung schreien. Dennoch starten noch immer viele Frauen nahezu uninformiert in die Stillzeit.

Ausnahmezustand – Die Ausbreitung des Corona-Virus in Deutschland und die Maßnahmen zu deren Eindämmung stellen viele Familien vor ungeahnte Herausforderungen. Existenzielle Ängste sind in diesen Tagen allgegenwärtig: Die Angst um die eigene Gesundheit oder die der Angehörigen – besonders, wenn sie zu einer der Risikogruppen gehören. Die Sorge, dem wochenlangen Spagat zwischen dauerhafter (Klein-)Kinderbetreuung und Homeoffice nicht gewachsen zu sein. Die Angst um den Job als Angestellte(r) oder um die Einkünfte als Selbstständige(r) oder Firmeninhaber(in). Und die Ungewissheit, was die nächsten Wochen und Monate noch für uns bereit halten werden.

Eine Sache vorweg: Dass dein Kind „nicht trocken wird”, ist völlig unwahrscheinlich. Wenn es keine medizinischen Einschränkungen gibt, wird jedes Kind früher oder später trocken. Trocken werden braucht manchmal einfach Zeit. Zeit und Geduld. Auf dem Weg weg von den Windeln, hin zur Toilette passieren kleine und größere Unfälle. Bei manchen Kindern nur wenige, bei anderen eine ganze Menge. 

Geburtstrauma statt Traumgeburt – leider noch immer ein Tabuthema. Frauen, die die Geburt ihres Kindes als traumatisch erlebt haben und in der Konsequenz unter Babyblues oder postnataler Depression leiden, fühlen sich mit ihrem Schicksal häufig alleine. Manche gestehen sich nicht ein, wie schlecht es ihnen wirklich geht, manche leiden wochen-, monate- oder sogar jahrelang, ohne sich professionelle Hilfe zu suchen. Dabei sind Geburtstraumata in vielen Fällen gut therapierbar.

„Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht” sagt ein afrikanisches Sprichwort. Das trifft auf so viele Bereiche unseres Lebens zu – ganz besonders auch auf die (früh-)kindliche Entwicklung. Gerade im Bereich Motorik geraten viele Eltern unter Stress, wenn sie sehen, dass gleichaltrige oder sogar jüngere Kinder bereits sitzen, krabbeln oder laufen können – ihr Kind hingegen noch nicht. Und dann passiert es schnell, dass sie glauben, ihre Kinder in der Entwicklung unterstützen zu müssen. Dass sie sie „unreif” hinsetzen oder an der Hand laufen lassen, obwohl sie selbstständig noch gar nicht in der Lage dazu wären. Doch wenn Eltern der Entwicklung ihrer Kinder vorgreifen, tun sie ihnen damit nichts Gutes, sondern können ihnen sogar schaden, weiß mein heutiger Gast im Mückenelefant-Podcast, die Kinderphysiotherapeutin Maike.

Unerfüllter Kinderwunsch stellt eine große psychische Belastung für die betroffenen Frauen und Männer dar. Mit jedem Monat, in dem es mal wieder nicht geklappt hat, werden Druck und Leid größer. Das alles kennt mein heutiger Gast im Mückenelefant-Podcast, die 30-jährige Sabrina, nur zu gut: Seit mehr als 3 Jahren versuchen sie und ihr Mann bereits ein eigenes Baby zu bekommen.

Als Eltern machen wir uns Sorgen um unsere Kinder. Bei den meisten von uns fing das schon in der Schwangerschaft an. Wird alles gut gehen? Werde ich eine gute Mutter bzw. ein guter Vater sein? Und kaum ist das Kind auf der Welt, kommen immer weitere Ängste und Sorgen hinzu. Eltern-Ängste sind völlig normal und gesund. Denn wie alle unsere Gefühle ist Angst wertvoll. Angst hat eine positive Absicht – sie versucht, uns zu beschützen ...

Loslassen, geliebte Menschen gehen lassen oder selbst zurücklassen – Der Umgang mit dem Tod ist noch immer ein sensibles Thema. Doch es ist auch eines, mit dem es sich lohnt sich auseinandersetzen, selbst wenn man aktuell keine Berührungspunkte damit hat. Denn das Wissen um unsere eigene Vergänglichkeit und die der Menschen, die wir lieben, kann uns im Leben so viel geben. Leben und Tod sind untrennbar miteinander verbunden. Und der Tod kann uns helfen, das Leben zu genießen.

Traurig, erschöpft, antriebslos – leiden Mütter unter Depressionen, hat das enorme Auswirkungen auf ihre Kinder. Denn Kinder fühlen sich verantwortlich für die Stimmung ihrer Eltern und wollen dass es Mama schnell wieder gut geht. Insbesondere, wenn ihre Mutter in einem emotionalen Tief steckt, sich zurückzieht und weitestgehend mit sich selbst beschäftigt ist, wirkt sich das auf die seelische wie auch körperliche Gesundheit der Kinder negativ aus. Je nach Alter des Kindes, Schwere der Depression und sozialem Umfeld kann es passieren, dass Kinder ihre eigenen Bedürfnisse den Eltern zuliebe völlig zurückstellen, ihre Ängste unterdrücken und in die Elternrolle rutschen.

Hochsensibel, hochsensitiv oder gefühlsstark – Begriffe, die seit einiger Zeit häufig fallen, wenn es darum geht, Kinder mit „emotional auffälligem” Verhalten zu beschreiben. Kinder, die allgemein „empfindsamer” als andere wirken oder häufiger weinen – und früher vielleicht herablassend als „Heulsuse” bezeichnet worden wären. Oder z. B. Kinder, die im Vergleich zu anderen Kindern in ihrem Umfeld häufig sehr starke oder lang andauernde Wutausbrüche haben.

Wenn Kinder unter starkem Schulstress und Prüfungsangst leiden, können die Symptome vielfältig sein: von Kopf- und Bauchschmerzen, Übelkeit oder Durchfall über starke Müdigkeit oder Schlaflosigkeit, bis hin zu ängstlichem, gereiztem oder aggressivem Verhalten oder allgemeiner Lustlosigkeit. Bei manchen Schülern äußert sich der psychische Stress auch in auffälligem Essverhalten. Permanenter Leistungsdruck, ständige Versagens- oder Prüfungsangst sowie ein stark angespanntes Verhältnis zu bestimmten Lehrern können sogar zum Burnout bei Kindern führen. Laut einer Studie der DAK leiden rund 43 Prozent der Schüler unter Schulstress – in unterschiedlich starker Ausprägung.

Mein heutiger Gast im Bildungsspirit-Interview ist Dr. Christian Dogs, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Dr. Dogs ist Experte für Resilienz, war Mitbegründer und ärztlicher Direktor der psychosomatischen Fachklinik Panorama in Scheidegg sowie Chefarzt der Klinik Wollmarshöhe Bodnegg und der Max Grundig Klinik Bühlerhöhe. Der Spiegel-Bestseller-Autor („Gefühle sind keine Krankheit”) zählte dort in mehr als drei Jahrzehnten auch viele Lehrer zu seinen Patienten, die wegen Burnout, Depressionen, chronischen Erschöpfungszuständen oder Schlafstörungen Hilfe suchten. Denn der Lehrerberuf fordert viel ab: Lehrer sind ständigem Stress, vielen Reizen und einem hohen Erwartungsdruck ausgesetzt. Darüber hinaus fällt es vielen schwer, sich außerhalb der Schule wirkliche Auszeiten einzuräumen und Beruf und Freizeit zu trennen.