Im Internet lauern für Kinder und Jugendliche viele Gefahren. Verstörende WhatsApp-Kettenbriefe, Cybergrooming sowie unbeabsichtigter und viel zu früher Kontakt mit pornografischen Inhalten sind nur drei von vielen Problemfeldern, mit denen Eltern sich auseinandersetzen sollten, BEVOR ihre Kinder Zugang zu Smartphone, Tablet und Co. bekommen. Mein heutiger Gast im Mückenelefant-Podcast, die Redakteurin, Familien-Bloggerin und Gründerin von „Kinder digital begleiten” Leonie Lutz weiß: Eltern müssen mehr über die Funktionsweisen von Social Media, über Spiele-Apps und deren Risiken wissen als ihre Kinder – denn nur so können sie Gefahrenquellen minimieren, ihre Kinder bestmöglich schützen und ihnen einen verantwortungsvollen Umgang mit sozialen Medien und persönlichen Daten vorleben. Diese Kompetenzen vermittelt Leonie in ihren beiden Online-Kursen für Eltern von Kita- und Vorschulkindern beziehungsweise Grundschülern und Teens.

Cybermobbing im WhatsApp-Klassenchat, Sexting, Cybergrooming – erschreckende Phänomene, die für Kinder und Jugendliche vor rund 20 Jahren noch gar nicht existierten, sind heute leider allgegenwärtig. Wie die JIM-Studie 2018, eine Basisuntersuchung zur Mediennutzung 12- bis 19-jähriger des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest zeigt, verfügten zu diesem Zeitpunkt bereits 97 Prozent der Jugendlichen über ein Smartphone. Und mit dem Zugang zu sozialen Medien wie WhatsApp, YouTube, Facebook, Instagram, Snapchat, TikTok und Co. besteht auch jederzeit die Gefahr, Opfer von z. B. Cybermobbing oder Cybergrooming zu werden oder unbeabsichtigt in Kontakt mit gewaltverherrlichenden oder pornografischen Inhalten zu kommen. Betroffene Kinder und Jugendliche trauen sich häufig aus Scham oder Angst vor Unverständnis nicht, sich ihren Eltern oder anderen Erwachsenen anzuvertrauen. Eine Herausforderung, der sich die bundesweite Beratungsplattform JUUUPORT seit 2010 mit in einem Peer-to-Peer-Projekt annimmt: Denn auf JUUUPORT helfen sich Jugendliche gegenseitig, wenn sie Probleme im oder mit dem Internet haben. Derzeit beantworten 30 ehrenamtliche „Scouts” die anonymen schriftlichen Anfragen der betroffenen Jugendlichen. Und das kostenlos und unkompliziert.

Hast du das Gefühl, dass dein Kind in der Schule nicht zurecht kommt? Oder sagt es sogar von selbst, dass es nicht mehr zur Schule gehen möchte? Wenn dein Kind so etwas äußert, solltest du es immer ernst nehmen. Erst, wenn es sich sicher und mit all seinen Gefühlen angenommen fühlt, wird sich dein Kind dir komplett öffnen. Und das ist die Grundlage dafür, überhaupt eine Lösung zu finden. Die Gründe dafür, warum sich dein Kind in der Schule nicht wohl fühlt, können vielschichtig sein: In dieser Podcast-Folge widme ich mich den gängigsten Gründen dafür, dass dein Kind in der Grundschule nicht zurecht kommt – und gebe dir auch ein paar Ratschläge an die Hand. Im Fokus steht dabei immer die Beziehung zu deinem Kind. Dein Kind braucht das Gefühl, dass du zu ihm stehst. Dass es immer einen Ausweg gibt und es nicht alleine nach einer Lösung suchen muss.

Markus Brand ist Coach und Berater für Konfliktmanagement und Gewaltprävention – ich selbst habe bei ihm vor 20 Jahren parallel zu meinem Pädagogik-Studium eine Ausbildung zur Anti-Aggressivitäts- und Coolness-Trainerin absolviert und dadurch damals eine völlig neue Sichtweise auf das Thema Innere Haltung” gewonnen. Besonders hat mich das auch in meiner Rolle als damals noch junge Mutter beeinflusst.

Konfliktlösung und Deeskalation – das sind die Spezialgebiete meines heutigen Gastes im Bildungsspirit-Interview: Ralf Bongartz. Nach 20 Jahren, in denen der ehemalige Kriminalhauptkommissar für die Aufklärung von Sexualstraftaten, Tötungsdelikten und rechtsextremistischer Kriminalität verantwortlich war, wollte er weg von der Strafverfolgung, hin zur Prävention. Inzwischen arbeitet er seit über zwei Jahrzehnten als Trainer für Konfliktmanagement und Körpersprache – unter anderem in Schulen, Behörden, Unternehmen und bei der Polizei. Außerdem ist Ralf Bongartz zertifizierter Feldenkrais-Lehrer mit langjährigen Fortbildungen in den Bereichen Atemtherapie, Yoga, Körpertherapie und Psychotherapie.

Stoppt Mobbing! Mobbing in der Schule ist ein Thema, das mir in meiner täglichen Arbeit mit Lehrern und Schülern leider ständig begegnet. Daher ist es mir unglaublich wichtig, Pädagogen und Eltern regelmäßig für Mobbing zu sensibilisieren und vor allem den Opferschutz voranzutreiben. Übergriffiges Verhalten darf nicht länger verharmlost oder geleugnet werden – jeder von uns sollte hinsehen und tätig werden. Denn eines ist leider traurige Wirklichkeit: Dass ein junger Mensch zum Mobbingopfer geworden ist und dringend Unterstützung benötigt, fällt im Schulalltag und auch in den Elternhäusern häufig viel zu spät auf!

Wird mein Kind gemobbt? Mobbing in der Schule ist ein Thema, das mir in meiner täglichen Arbeit mit Lehrern und Schülern leider ständig begegnet. Daher ist es mir wichtig, Mobbing auch in meinem Podcast für Eltern zu behandeln. Denn Eltern kriegen häufig zu spät mit, wie schlecht es ihren Kindern in der Schule wirklich geht – wenn sie zu Außenseitern gemacht oder diskriminiert werden. Unter anderem, weil betroffene Kinder sich eher verschließen, als darüber zu sprechen. Gerade in der Pubertät werden „Symptome” wie starke Stimmungsschwankungen, Aggressivität oder Rückzug eines jungen Menschen vom Umfeld häufig auf den alters- und entwicklungsbedingten Umbau des Gehirns geschoben. Doch sie können auch Anzeichen dafür sein, dass ein junger Mensch unter Mobbing leidet und dringend Unterstützung benötigt.

Nur ein Spaß unter Kindern oder bereits eine Straftat? Das zu unterscheiden ist für Lehrer manchmal nicht einfach. Denn nicht jedes Delikt lässt sich unmittelbar als solches einordnen. Dazu kommt die eigene Angst des Lehrpersonals vor Einmischung, Konfrontation und Folgen – sowohl für die Täter als auch für sich selbst. Doch Opferschutz steht hier an erster Stelle. Lehrer und pädagogisches Fachpersonal haben die Pflicht bei Gewalt in der Schule hinzusehen und zu handeln. Denn Schule ist kein straffreier Raum. Und im Falle eines Falles hat die Schule Anzeigepflicht – das bedeutet, dass sie die Aufgabe hat, Strafanzeige gegen die Täter zu erstatten. Im Erlass „Zusammenarbeit bei der Verhütung und Bekämpfung der Jugendkriminalität” des Innenministeriums NRW ist das Vorgehen bei einem solchen Vorfall geregelt.

In der Schule gelten für Kinder andere Regeln als zuhause. Und in deinem Unterricht gelten für deine Schüler vielleicht andere Regeln als bei anderen Lehrern im Kollegium. Wirst du von deinen Schülern manchmal damit konfrontiert, dass in deinem Unterricht bestimmte Dinge nicht erlaubt sind, die für Kollegin Schmitt vielleicht okay sind? Oder hast du häufig mit Schülern zu tun, die die Schulregeln oder deine Klassenregeln absichtlich missachten? Wie gehst du mit solchen „Regelbrechern” um?

BILDUNGSSPIRIT veröffentlicht jede Woche neue Impulse in Sachen Bildung und Schule. Impulsgeber sind unter anderem engagierte Lern- und Bildungsexperten, Gesundheits- und Präventionscoachs, Lehrer und Eltern, aber auch Schüler, die in inspirierenden Interviews von ihren persönlichen Schulerfahrungen, neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und ihren Visionen von der Schule der Zukunft berichten. Die heutigen Impulse gibt der Anti-Gewalt-Trainer und Präventionscoach CARSTEN STAHL – erfahre in diesem mitreißenden Interview, wozu er unter anderem Heidi Klum und Manuel Neuer öffentlich herausfordert.