Wenn Kinder vermehrt beißen oder anderes „aggressives Verhalten” zeigen, sind Eltern häufig ratlos. Denn besonders, wenn sich dieses Verhalten gegen andere Menschen, vor allem gegen andere Kinder richtet, stehen Eltern unter einem enormen Druck, das „Problem” schnell lösen zu müssen. Schließlich handelt es sich hierbei um eine deutliche Grenzüberschreitung und um ein Verhalten, das andere Menschen verletzen kann. Darüber hinaus reagieren Außenstehende häufig vorwurfsvoll und verurteilend aufs Beißen, was die Eltern zusätzlich stressen kann.

Ja, die Verbildlichung mit dem Druckabfall im Flugzeug und die Frage, wem man in diesem Fall zuerst die Sauerstoffmaske aufsetzen sollte, setze ich häufig und gerne ein, wenn es um Selbstaufopferung und Selbstfürsorge geht. Deswegen heute mal zur Abwechslung nicht ;) Doch es ist und bleibt eine Tatsache: Selbstfürsorge ist gerade für Mamas und Papas so enorm wichtig. Nur wer gut für sich selbst sorgt, kann auch gut für andere Menschen da sein und sich liebevoll um seine Kinder kümmern. Weil es aber ganz besonders Müttern häufig so schwer fällt, ihre Bedürfnisse vorne an zu stellen und dafür zu sorgen, dass ihr eigener Akku mal wieder mindestens auf 70 Prozent Ladung kommt und sich nicht nur im Reservebereich à la „Bitte aufladen, sonst schaltet Ihr System bald ab.” bewegt, widme ich diesem Thema mal wieder eine Solo-Folge.

Markus Brand ist Coach und Berater für Konfliktmanagement und Gewaltprävention – ich selbst habe bei ihm vor 20 Jahren parallel zu meinem Pädagogik-Studium eine Ausbildung zur Anti-Aggressivitäts- und Coolness-Trainerin absolviert und dadurch damals eine völlig neue Sichtweise auf das Thema Innere Haltung” gewonnen. Besonders hat mich das auch in meiner Rolle als damals noch junge Mutter beeinflusst.

Häufig werde ich gefragt: Simone, du bist immer so gut drauf und strahlst so viel Gelassenheit und positive Energie aus – dabei hast du so viele Projekte, bist ständig für deine Arbeit unterwegs – und Mama bist du ja auch noch ... Wie schaffst du das eigentlich, immer so entspannt zu bleiben?” Soll ich dir mal was sagen? Ja, auch ich fühle mich manchmal einfach überfordert!

Als Eltern müssen wir einfach nur auf unser Bauchgefühl hören? Unsere Instinkte und die eigene Intuition sagen uns schon, welcher der „richtige Weg” im Umgang unseren Kindern ist? Oder ist unser Bauchgefühl vielleicht nur die Summe der Bewertungen unbewusster Erlebnisse und Erfahrungen, die wir unser Leben lang gesammelt haben? Mit meiner Podcast-Folge #046 „Das eigene Bauchgefühl”, die ich vor zwei Wochen veröffentlicht habe, erreichten mich einige Nachfragen zum Thema – daher möchte ich heute noch weiter auf das Thema eingehen und mich dabei auf die oben genannten Fragestellungen beziehen.

Trennung mit Kind: Wenn eine Beziehung in die Brüche geht, ist es für mindestens einen Partner eine sehr schmerzhafte Erfahrung. Gibt es gemeinsame Kinder, liegt die Hürde eine Partnerschaft zu beenden noch einmal höher. Einige Mütter oder Väter halten zum vermeintlichen Kindeswohl oder im Andenken an „schöne Zeiten” an der Beziehung fest – oder haben Angst vor finanziellen Problemen und scheuen den Schritt ins Leben als alleinerziehender Elternteil.

Auf mein eigenes Bauchgefühl zu vertrauen – eine Aufgabe, vor die mich das Leben immer wieder stellt. Das Verhältnis zu meinem eigenen Bauchgefühl war schon immer „etwas angespannt”, denn als junges Mädchen habe ich in meinem Umfeld immer wieder gehört, dass mit meinem Bauchgefühl „irgendetwas nicht stimmt”. Ich hörte, ich würde mir bestimmte Dinge einreden. Ich lernte, mich nicht auf mein Gefühl für meine persönlichen Grenzen zu verlassen. Das sitzt tief. Auch wenn ich mittlerweile durch meine Ausbildung, meine Berufs- und Lebenserfahrung weiß, dass ich meine Gefühle nicht vor mir selbst und anderen rechtfertigen muss, kommt es in bestimmten Situationen und Lebensphasen immer wieder vor, dass ich nicht auf meine eigene innere Kraft vertraue ...

Kinder für ihr Leben stärken – im dritten und letzten Teil meiner Podcast-Serie, in der es darum geht, das Selbstwertgefühl von Kindern zu steigern und ihre Resilienz, also ihre psychische Widerstandskraft, zu fördern, geht es um stärkende Aktivitäten und Rituale. In den Folgen #041 und #042 des Mückenelefant-Podcasts bin ich bereits darauf eingegangen, welchen großen Einfluss das Selbstwertgefühl der Eltern auf das ihrer Kinder hat, und wie Eltern das Selbstwertgefühl ihrer Kinder mit ihrem Verhalten sowie durch die Wahl ihrer Sprache stärken können.

Kinder für ihr Leben stärken – Heute geht es weiter mit Teil 2 meiner dreiteiligen Podcast-Serie, in der es darum geht, das Selbstwertgefühl von Kindern zu stärken und ihre Resilienz, also ihre psychische Widerstandskraft, zu fördern. In Folge #041 des Mückenelefant-Podcasts bin ich bereits darauf eingegangen, welchen großen Einfluss das Selbstwertgefühl der Eltern auf das ihrer Kinder hat. In der heutigen Folge gebe ich Eltern einen Überblick darüber, wie sie mit ihrem Verhalten und ihrer Sprache das Selbstwertgefühl ihrer Kinder stärken können – und was sie besser vermeiden sollten, wenn sie die angeborene Lebensfreude und intrinsische Motivation junger Menschen nicht schwächen möchten.

Kinder für das Leben stark machen – ihr Selbstwertgefühl stärken und ihre Resilienz, also ihre psychische Widerstandskraft, fördern. Dazu können wir als Eltern sehr viel beitragen. Mit der heutigen Folge des Mückenelefant-Podcasts starte ich eine dreiteilige Serie, in der es darum geht, wie wir mit unserem Verhalten dafür sorgen können, dass die angeborene Lebensfreude und das Selbstwertgefühl unserer Kinder erhalten bleiben und die Kinder darüber hinaus widerstandsfähiger gegenüber negativen äußeren Einflüssen und fremder Kritik werden.

Der Gedanke an ein krankes Kind kann berufstätige Eltern schon mal schaudern lassen. Ist ein Kind krank und braucht die Nähe und intensive Fürsorge von Mama oder Papa, bedeutet das zum einen für die Eltern einen erhöhten organisatorischen Aufwand. Zum anderen plagen berufstätige Eltern im Falle eines Falles häufig innere Zerrissenheit und ein schlechtes Gewissen gegenüber Arbeitgebern, Kollegen oder Kunden – obwohl ihnen per Gesetz die umgangssprachlich genannten „Kind-Krank-Tage” zustehen. Je nach beruflicher Lage kann der Druck auf Mütter oder Väter sehr groß werden, wenn ihr Kind plötzlich krank wird. Manchmal entscheiden sie sich aus finanzieller Not oder aus Angst vor Jobverlust dafür, ihr krankes Kind von anderen Personen betreuen zu lassen und arbeiten zu gehen, obwohl es gerade jetzt Mamas oder Papas volle Aufmerksamkeit brauchen würde.