Der Tod gehört zum Leben. Er ist allgegenwärtig, dennoch vermeiden in unserer Kultur viele Menschen die Auseinandersetzung mit dem Tod beziehungsweise mit dem Sterben. Viele Erwachsene ängstigt die eigene Sterblichkeit – und so scheuen sie den Kontakt mit dem Thema im Alltag, bis es aus konkretem Anlass im persönlichen Umfeld unumgänglich wird. Kinder haben da viel weniger Berührungsängste. Sie sind zunächst unbefangen und beginnen ab einem gewissen Alter Fragen zum Tod zu stellen – was wiederum für viele Eltern eine besondere Herausforderung darstellt. Bevor Eltern mit Kindern über den Tod sprechen, ist es hilfreich, wenn sie sich erst einmal mit ihren eigenen Gefühlen und Gedanken zum Thema befassen.

Loslassen, geliebte Menschen gehen lassen oder selbst zurücklassen – Der Umgang mit dem Tod ist noch immer ein sensibles Thema. Doch es ist auch eines, mit dem es sich lohnt sich auseinandersetzen, selbst wenn man aktuell keine Berührungspunkte damit hat. Denn das Wissen um unsere eigene Vergänglichkeit und die der Menschen, die wir lieben, kann uns im Leben so viel geben. Leben und Tod sind untrennbar miteinander verbunden. Und der Tod kann uns helfen, das Leben zu genießen.