Ausnahmezustand – Die Ausbreitung des Corona-Virus in Deutschland und die Maßnahmen zu deren Eindämmung stellen viele Familien vor ungeahnte Herausforderungen. Existenzielle Ängste sind in diesen Tagen allgegenwärtig: Die Angst um die eigene Gesundheit oder die der Angehörigen – besonders, wenn sie zu einer der Risikogruppen gehören. Die Sorge, dem wochenlangen Spagat zwischen dauerhafter (Klein-)Kinderbetreuung und Homeoffice nicht gewachsen zu sein. Die Angst um den Job als Angestellte(r) oder um die Einkünfte als Selbstständige(r) oder Firmeninhaber(in). Und die Ungewissheit, was die nächsten Wochen und Monate noch für uns bereit halten werden.

Schuldgefühle sind bei Eltern, besonders bei Müttern, leider weit verbreitet. Aber auch Kinder können unter Schuldgefühlen leiden, die zum Beispiel durch das Verhalten ihrer Eltern ausgelöst werden. Das muss gar nicht bewusst geschehen, sondern kann sich unbeabsichtigt ganz nebenbei einschleichen. Und wird häufig erst erkannt, wenn daraus größere Konflikte entstehen oder sich bereits Verhaltensauffälligkeiten beim Kind zeigen.

Stillstand ist der Tod?! Jedenfalls heißt Leben für mich Veränderung. Und in meinem Leben passieren gerade wahnsinnig viele Veränderungen. Daraus ergeben sich wundervolle neue Chancen – genauso wie schmerzhafte Erfahrungen. Was genau mich gerade beschäftigt, welche Veränderungen bei mir in diesem Frühling anstehen und welche Einstellung ich gegenüber Veränderungen im Allgemeinen habe, darüber spreche ich in dieser Podcast-Folge.

Ja, die Verbildlichung mit dem Druckabfall im Flugzeug und die Frage, wem man in diesem Fall zuerst die Sauerstoffmaske aufsetzen sollte, setze ich häufig und gerne ein, wenn es um Selbstaufopferung und Selbstfürsorge geht. Deswegen heute mal zur Abwechslung nicht ;) Doch es ist und bleibt eine Tatsache: Selbstfürsorge ist gerade für Mamas und Papas so enorm wichtig. Nur wer gut für sich selbst sorgt, kann auch gut für andere Menschen da sein und sich liebevoll um seine Kinder kümmern. Weil es aber ganz besonders Müttern häufig so schwer fällt, ihre Bedürfnisse vorne an zu stellen und dafür zu sorgen, dass ihr eigener Akku mal wieder mindestens auf 70 Prozent Ladung kommt und sich nicht nur im Reservebereich à la „Bitte aufladen, sonst schaltet Ihr System bald ab.” bewegt, widme ich diesem Thema mal wieder eine Solo-Folge.

Welche Mama kennt es nicht? Das ewige schlechte Gewissen. Bleibst du lange bei deinem Kind zuhause und wird dir das „nur Mamasein” auf Dauer zu viel, hast du ein schlechtes Gewissen dafür, dich so zu fühlen und dir mehr Zeit ohne Kind zu wünschen. Und auch wenn du (früh) wieder arbeitest, weil es dir wichtig ist, einen Ausgleich zum Mamasein zu haben und dir dein Job Freude bereitet (oder auch weil es finanziell gar nicht anders möglich wäre), bleiben da häufig diese Zweifel: „Bin ich überhaupt genug für mein Kind da?”. Und das ist ja bei weitem nicht die einzige Frage, an der sich viele Mütter den Kopf zerbrechen. Auch abseits von „berufstätig oder nicht – und wenn ja, wie viel?” gibt es so viel zu entscheiden und abzuwägen. Was vielen Mamas fehlt und wonach sich auch einige sehnen, ist ein Stück Leichtigkeit. Und die Sicherheit „eine gute Mutter zu sein” – auch wenn der Alltag sich für sie chaotisch anfühlt und sie manchmal das Gefühl haben, gerade so gar nichts im Griff zu haben.

Sternenkinder – wenn ein Baby bereits im Mutterleib oder während der Geburt verstirbt, können Außenstehende nur vermuten, was dieser furchtbare Schicksalsschlag für die Mutter bedeutet und welche weitreichenden Folgen das Erlebte für sie und ihre Angehörigen hat. Der Moment, in dem Eltern erfahren, dass ihr ungeborenes Kind tot ist, reißt ihnen den Boden unter Füßen weg. Nichts ist mehr, wie es einmal war.

Silvester. Morgen startet ein neues Jahr. Und ein neuer Tag, an dem wir wählen können. An dem wir uns als Eltern entscheiden können, unsere negativen Gedanken, Sorgen und unser schlechtes Gewissen abzulegen. Eine neue Sicht auf uns und unsere Kinder zulassen. Frisch, frei und liebevoll zu sein. Voller Dankbarkeit und Liebe für das, was in uns und unseren Kindern steckt. Für das, was nicht erst herangezogen werden muss, sondern schon längst da ist. Und schon immer da war. Das können wir jeden Tag im Jahr, nicht nur heute oder morgen. Dennoch steht Neujahr symbolisch für einen Neuanfang. Daher habe ich mir für diese Folge des Mückenelefant-Podcasts etwas ganz Besonderes ausgedacht: eine Power Speech für Mamas und Papas.

Regenbogenfamilie? Was ist denn das? Als Regenbogenfamilien werden in der Regel gleichgeschlechtliche Paare mit Kindern bezeichnet, also Familien mit zwei Müttern oder zwei Vätern. Madita, Podcast-Hosterin von „Gay Mom Talking” und mein heutiger Gast im Mückenelefant-Podcast, lebt selbst in einer Regenbogenfamilie: mit ihrer Frau, ihrer 6-jährigen Tochter und ihrem 3-jährigen Sohn. 

Wenn Kinder lügen, läuten bei vielen Eltern die Alarmglocken. Wie schnell wird Kindern dabei eine böse Absicht unterstellt… Noch schwieriger wird die Situation für alle Beteiligen, wenn die Lüge doch offensichtlich ist, das Kind sie aber einfach nicht zugeben möchte und mit „der Wahrheit” hinterm Berg hält. Viele Erwachsene fordern aktiv eine Einsicht und/oder Entschuldigung des Kindes ein. Bleibt diese aus, so bleibt auch die Lage häufig weiter angespannt...

Geburtstrauma statt Traumgeburt – leider noch immer ein Tabuthema. Frauen, die die Geburt ihres Kindes als traumatisch erlebt haben und in der Konsequenz unter Babyblues oder postnataler Depression leiden, fühlen sich mit ihrem Schicksal häufig alleine. Manche gestehen sich nicht ein, wie schlecht es ihnen wirklich geht, manche leiden wochen-, monate- oder sogar jahrelang, ohne sich professionelle Hilfe zu suchen. Dabei sind Geburtstraumata in vielen Fällen gut therapierbar.

Entspannte Schulzeit?! Das Thema Schule nimmt in den meisten Familien sehr viel Raum ein. Eltern sorgen sich um die schulischen Leistungen ihrer Kinder und um ihre „Schulkarriere”. Probleme in der Schule können sehr vielfältig sein: fehlende Motivation beim Kind, Unaufmerksamkeit im Unterricht, nicht gemachte Hausaufgaben, schlechte Noten … Das sind allesamt Themen, die in der Regel viel Stress bei Eltern und Kindern auslösen – begleitet von negativen Emotionen und Schuldgefühlen auf beiden Seiten.

„Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht” sagt ein afrikanisches Sprichwort. Das trifft auf so viele Bereiche unseres Lebens zu – ganz besonders auch auf die (früh-)kindliche Entwicklung. Gerade im Bereich Motorik geraten viele Eltern unter Stress, wenn sie sehen, dass gleichaltrige oder sogar jüngere Kinder bereits sitzen, krabbeln oder laufen können – ihr Kind hingegen noch nicht. Und dann passiert es schnell, dass sie glauben, ihre Kinder in der Entwicklung unterstützen zu müssen. Dass sie sie „unreif” hinsetzen oder an der Hand laufen lassen, obwohl sie selbstständig noch gar nicht in der Lage dazu wären. Doch wenn Eltern der Entwicklung ihrer Kinder vorgreifen, tun sie ihnen damit nichts Gutes, sondern können ihnen sogar schaden, weiß mein heutiger Gast im Mückenelefant-Podcast, die Kinderphysiotherapeutin Maike.