Wenn Kinder oder Jugendliche Anpassungsschwierigkeiten und Probleme in der Schule haben, im Schulsystem unterzugehen drohen oder Schüler sichtlich verunsichert sind, wie sie ihren späteren Lebens- und Berufsweg weiter gestalten möchten, sind Eltern häufig ratlos. Sie möchten ihren Kindern helfen, finden aber manchmal keine Antwort auf die Frage „Was steckt wirklich dahinter? Und was braucht mein Kind?” – und somit zum nötigen Ausgangspunkt, um überhaupt unterstützen zu können. Natürlich leiden auch die betroffenenen Kinder unter der Situation.

Wenn Kinder unter starkem Schulstress und Prüfungsangst leiden, können die Symptome vielfältig sein: von Kopf- und Bauchschmerzen, Übelkeit oder Durchfall über starke Müdigkeit oder Schlaflosigkeit, bis hin zu ängstlichem, gereiztem oder aggressivem Verhalten oder allgemeiner Lustlosigkeit. Bei manchen Schülern äußert sich der psychische Stress auch in auffälligem Essverhalten. Permanenter Leistungsdruck, ständige Versagens- oder Prüfungsangst sowie ein stark angespanntes Verhältnis zu bestimmten Lehrern können sogar zum Burnout bei Kindern führen. Laut einer Studie der DAK leiden rund 43 Prozent der Schüler unter Schulstress – in unterschiedlich starker Ausprägung.

Wird mein Kind gemobbt? Mobbing in der Schule ist ein Thema, das mir in meiner täglichen Arbeit mit Lehrern und Schülern leider ständig begegnet. Daher ist es mir wichtig, Mobbing auch in meinem Podcast für Eltern zu behandeln. Denn Eltern kriegen häufig zu spät mit, wie schlecht es ihren Kindern in der Schule wirklich geht – wenn sie zu Außenseitern gemacht oder diskriminiert werden. Unter anderem, weil betroffene Kinder sich eher verschließen, als darüber zu sprechen. Gerade in der Pubertät werden „Symptome” wie starke Stimmungsschwankungen, Aggressivität oder Rückzug eines jungen Menschen vom Umfeld häufig auf den alters- und entwicklungsbedingten Umbau des Gehirns geschoben. Doch sie können auch Anzeichen dafür sein, dass ein junger Mensch unter Mobbing leidet und dringend Unterstützung benötigt.