Markus Brand ist Coach und Berater für Konfliktmanagement und Gewaltprävention – ich selbst habe bei ihm vor 20 Jahren parallel zu meinem Pädagogik-Studium eine Ausbildung zur Anti-Aggressivitäts- und Coolness-Trainerin absolviert und dadurch damals eine völlig neue Sichtweise auf das Thema Innere Haltung” gewonnen. Besonders hat mich das auch in meiner Rolle als damals noch junge Mutter beeinflusst.

Häufig werde ich gefragt: Simone, du bist immer so gut drauf und strahlst so viel Gelassenheit und positive Energie aus – dabei hast du so viele Projekte, bist ständig für deine Arbeit unterwegs – und Mama bist du ja auch noch ... Wie schaffst du das eigentlich, immer so entspannt zu bleiben?”Soll ich dir mal was sagen? Ja, auch ich fühle mich manchmal einfach überfordert!

Als Eltern müssen wir einfach nur auf unser Bauchgefühl hören? Unsere Instinkte und die eigene Intuition sagen uns schon, welcher der „richtige Weg” im Umgang unseren Kindern ist? Oder ist unser Bauchgefühl vielleicht nur die Summe der Bewertungen unbewusster Erlebnisse und Erfahrungen, die wir unser Leben lang gesammelt haben? Mit meiner Podcast-Folge #046 „Das eigene Bauchgefühl”, die ich vor zwei Wochen veröffentlicht habe, erreichten mich einige Nachfragen zum Thema – daher möchte ich heute noch weiter auf das Thema eingehen und mich dabei auf die oben genannten Fragestellungen beziehen.

Trennung mit Kind: Wenn eine Beziehung in die Brüche geht, ist es für mindestens einen Partner eine sehr schmerzhafte Erfahrung. Gibt es gemeinsame Kinder, liegt die Hürde eine Partnerschaft zu beenden noch einmal höher. Einige Mütter oder Väter halten zum vermeintlichen Kindeswohl oder im Andenken an „schöne Zeiten” an der Beziehung fest – oder haben Angst vor finanziellen Problemen und scheuen den Schritt ins Leben als alleinerziehender Elternteil.

Auf mein eigenes Bauchgefühl zu vertrauen – eine Aufgabe, vor die mich das Leben immer wieder stellt. Das Verhältnis zu meinem eigenen Bauchgefühl war schon immer „etwas angespannt”, denn als junges Mädchen habe ich in meinem Umfeld immer wieder gehört, dass mit meinem Bauchgefühl „irgendetwas nicht stimmt”. Ich hörte, ich würde mir bestimmte Dinge einreden. Ich lernte, mich nicht auf mein Gefühl für meine persönlichen Grenzen zu verlassen. Das sitzt tief. Auch wenn ich mittlerweile durch meine Ausbildung, meine Berufs- und Lebenserfahrung weiß, dass ich meine Gefühle nicht vor mir selbst und anderen rechtfertigen muss, kommt es in bestimmten Situationen und Lebensphasen immer wieder vor, dass ich nicht auf meine eigene innere Kraft vertraue ...

Wenn Kinder oder Jugendliche Anpassungsschwierigkeiten und Probleme in der Schule haben, im Schulsystem unterzugehen drohen oder Schüler sichtlich verunsichert sind, wie sie ihren späteren Lebens- und Berufsweg weiter gestalten möchten, sind Eltern häufig ratlos. Sie möchten ihren Kindern helfen, finden aber manchmal keine Antwort auf die Frage „Was steckt wirklich dahinter? Und was braucht mein Kind?” – und somit zum nötigen Ausgangspunkt, um überhaupt unterstützen zu können. Natürlich leiden auch die betroffenenen Kinder unter der Situation.

Kinder für ihr Leben stärken – im dritten und letzten Teil meiner Podcast-Serie, in der es darum geht, das Selbstwertgefühl von Kindern zu steigern und ihre Resilienz, also ihre psychische Widerstandskraft, zu fördern, geht es um stärkende Aktivitäten und Rituale. In den Folgen #041 und #042 des Mückenelefant-Podcasts bin ich bereits darauf eingegangen, welchen großen Einfluss das Selbstwertgefühl der Eltern auf das ihrer Kinder hat, und wie Eltern das Selbstwertgefühl ihrer Kinder mit ihrem Verhalten sowie durch die Wahl ihrer Sprache stärken können.

Kinder für ihr Leben stärken – Heute geht es weiter mit Teil 2 meiner dreiteiligen Podcast-Serie, in der es darum geht, das Selbstwertgefühl von Kindern zu stärken und ihre Resilienz, also ihre psychische Widerstandskraft, zu fördern. In Folge #041 des Mückenelefant-Podcasts bin ich bereits darauf eingegangen, welchen großen Einfluss das Selbstwertgefühl der Eltern auf das ihrer Kinder hat. In der heutigen Folge gebe ich Eltern einen Überblick darüber, wie sie mit ihrem Verhalten und ihrer Sprache das Selbstwertgefühl ihrer Kinder stärken können – und was sie besser vermeiden sollten, wenn sie die angeborene Lebensfreude und intrinsische Motivation junger Menschen nicht schwächen möchten.

Kinder für das Leben stark machen – ihr Selbstwertgefühl stärken und ihre Resilienz, also ihre psychische Widerstandskraft, fördern. Dazu können wir als Eltern sehr viel beitragen. Mit der heutigen Folge des Mückenelefant-Podcasts starte ich eine dreiteilige Serie, in der es darum geht, wie wir mit unserem Verhalten dafür sorgen können, dass die angeborene Lebensfreude und das Selbstwertgefühl unserer Kinder erhalten bleiben und die Kinder darüber hinaus widerstandsfähiger gegenüber negativen äußeren Einflüssen und fremder Kritik werden.

Ein Phänomen, das mir in meiner Arbeit als Familientherapeutin immer wieder begegnet,  aber auch in meinem privaten Umfeld vermehrt vorkommt: Mütter und Väter, die sich ein Bein dafür ausreißen, dass es ihren Kindern gut geht. Die die ganze Welt nach ihren Kindern ausrichten, damit diese das Paradies auf Erden haben. Die sie vor jeglichen unangenehmen Situationen und Konflikten beschützen wollen. Sie vergessen dabei häufig völlig, dass ihre Kinder kompetent sind – sie sind durchaus in der Lage, eigene Lösungen zu finden und mit Herausforderungen des Lebens umzugehen. Alles, was wir als Eltern tun müssen, ist unseren Kindern Vertrauen zu schenken.

Resilienz, also die psychische Widerstandsfähigkeit, ist unerlässlich, um Stress, schwierige Situationen und Herausforderungen im Leben bewältigen zu können. Mit meiner dreiteiligen Video-Serie zum diesem Thema gebe ich einen Überblick über die drei wesentlichen Säulen der Resilienz: Akzeptanz, Optimismus und Selbstwirksamkeit.In diesem dritten Teil der Serie geht es um die Selbstwirksamkeit – einen der wichtigsten Faktoren für die Entwicklung einer starken Resilienz. Resiliente Kinder und Jugendliche entwickeln ein gesundes Gefühl dafür, selbstwirksam zu sein und die Verantwortung für ihr Handeln zu tragen.

Lässt du Kritik an deiner Person oder deiner Tätigkeit als Lehrer zu nah an dich ran? Wie fühlst du dich, wenn du von Schülern, Eltern oder Kollegen kritisiert wirst? Plagen dich anschließend Selbstzweifel? Wenn wir geboren werden, haben wir kein Problem mit unserem Selbstwert und starten mit einer Unmenge Potenzial in unser Leben. Und wir werden bedingungslos geliebt. Wir zweifeln nicht an uns, finden uns nicht zu aufgedreht, zu langweilig oder unfotogen – wir sind uns selbst genug. Als Erwachsene vergessen wir das häufig, denn schon als kleine Kinder haben wir die schmerzliche Erfahrung machen müssen, beurteilt und verglichen zu werden – nicht still genug zu sitzen, nicht schnell genug zu sein und natürlich zu laut ...