Am 30.3.2019 war es endlich soweit: Mein allererstes Lehrer-Event „Der entspannte Lehrer – Gestärkt und gelassen durch den (Schul)alltag” fand im Literaturhaus in Herne statt. „Der entspannte Lehrer” ist ein ganzer Tag, bei dem es speziell um die Persönlichkeitsentwicklung von Lehrern und pädagogischem Fachpersonal geht. Mit diesem Video teile ich einen Einblick in dieses unglaublich bewegende Seminar.

Ein Phänomen, das mir in meiner Arbeit als Familientherapeutin immer wieder begegnet,  aber auch in meinem privaten Umfeld vermehrt vorkommt: Mütter und Väter, die sich ein Bein dafür ausreißen, dass es ihren Kindern gut geht. Die die ganze Welt nach ihren Kindern ausrichten, damit diese das Paradies auf Erden haben. Die sie vor jeglichen unangenehmen Situationen und Konflikten beschützen wollen. Sie vergessen dabei häufig völlig, dass ihre Kinder kompetent sind – sie sind durchaus in der Lage, eigene Lösungen zu finden und mit Herausforderungen des Lebens umzugehen. Alles, was wir als Eltern tun müssen, ist unseren Kindern Vertrauen zu schenken.

Selbstfürsorge ist für Eltern ein ganz bedeutendes Thema. Wie sehr erlaubst du dir als Mutter oder Vater, achtsam mit dir und deinen Bedürfnissen umzugehen und dir Zeit für dich zu nehmen? Oder hast du dann das Gefühl, dich gegenüber deinem Kind egoistisch zu verhalten? Plagt dich ein schlechtes Gewissen, wenn du dich um dich selbst kümmerst, anstatt diese Zeit mit deinem Kind zu verbringen?

Mehr Achtsamkeit, Bewegung und Gleichgewicht in Kita und Grundschule – dafür macht sich Susanne Alam, mein heutiger Gast im Bildungsspirit-Interview, stark. Die Motopädin und Gleichgewichtsdozentin leitet unter dem Namen „Glückskind im Pott” Praxisprojekte und Workshops, die die Stärkung des inneren und äußeren Gleichgewichts von Kindern zum Ziel haben. Denn ein gestärkter Gleichgewichtssinn trägt auch zur besseren Aufmerksamkeit und Konzentration im Kita- und Schulalltag bei. Kurze Bewegungsübungen und Spiele, die Susanne anhand ihrer entwickelten „Gleichgewichtstiere” vermittelt, können helfen, das Selbstbild und das sozial-emotionale Verhalten der Kinder zu stärken. Darüber hinaus bildet sie Lehrer und Erzieher in diesen Themen fort, damit die Übungen und Rituale dauerhaften Einzug in den Alltag der Kinder finden.

Pubertät – Wenn Kinder erwachsen werden, stehen Eltern vor einem Haufen von Fragen und Herausforderungen. Was ist eigentlich mit meinem Kind passiert? Ich erkenne es gar nicht wieder – irgendwie ist alles anders als früher … Wenn Jugendliche sich zurückziehen und ihre Eltern gefühlt aus ihrem Alltag verbannen” wollen, ist das kein Zeichen dafür, dass die Eltern alles falsch gemacht” haben, sondern Teil eines normalen Entwicklungsprozesses. Die Pubertät ist eine Zeit, in der junge Menschen sich noch einmal neu finden und in der sich ihre eigene Persönlichkeit verstärkt ausbaut. In den Widerstand zu gehen und die Werte und Normen, die die eigenen Eltern vorgelebt haben, zu überprüfen, gehört dabei einfach dazu. Alles, was wir als Eltern tun müssen, ist, in diesen Prozess und unsere Kinder zu vertrauen und auf unser Bauchgefühl zu hören. Junge Menschen müssen ihre Erfahrungen machen und ihr Leben selbst erleben dürfen – mit allen Emotionen, mit Erfolgen und Rückschlägen. Wir können sie nicht vor allem schützen. Aber wir können ihnen auch in dieser Zeit stärkend zur Seite stehen ...

Berufstätige Mütter kennen diese Schuldgefühle: Bin ich eine schlechte Mutter, wenn ich mein Baby oder Kleinkind fremdbetreuen lasse, um arbeiten zu gehen oder mir etwas Zeit für mich zu gönnen?!Nach den ersten Monaten oder Jahren, in denen sie ihr Kind nahezu alleine betreut und versorgt haben, spüren viele Mütter das Verlangen nach dem Wiedereinstieg in den Job oder möchten nochmal einen beruflichen Neuanfang wagen. Dazu kommt häufig auch noch ein finanzieller Druck, der ihnen die Entscheidung über das Ende der Elternzeit indirekt abnimmt. Sie fühlen sich hin- und hergerissen zwischen ihrer Mutterrolle, dem Drang nach Berufstätigkeit und ihrem Bedürfnis nach Me-Time. Dabei ist es für Mütter und Väter so wichtig, ohne schlechtes Gewissen auch ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und gut für sich selbst zu sorgen, damit sie ausgeglichene, entspannte und liebevoll zugewandte Eltern für ihre Kinder sein können.

Wie führt man als Eltern wieder oder weiterhin eine glückliche Beziehung? Wie hält man eine langjährige Partnerschaft „frisch” – trotz stressigem Alltag mit Kind(ern)? In der letzten Folge des Mückenelefant-Podcasts habe ich euch bereits Tipps und Tricks dafür gegeben, wie ihr euch als Paar nicht aus den Augen verliert und für mehr Nähe in eurer Beziehung sorgen könnt. Heute möchte ich dieses Thema noch einmal vertiefen, indem ich euch Ideen für wertvolle Partnerschaftsrituale mit auf den Weg gebe. Das Fundament für eine glückliche und entspannte Familie ist nämlich, sich als Paar und als Eltern genauso gut umeinander zu kümmern, wie für sich selbst …

Was bedeutet es, Eltern zu werden? Ständig dreht sich alles um diese neue Rolle – um die enorme Verantwortung für diesen kleinen Menschen. Man möchte einfach „gute Eltern für sein Kind sein”. Dass ein Kind das bisherige Leben gehörig auf den Kopf stellt, ist kein Geheimnis. Doch was passiert eigentlich mit der Partnerschaft, wenn aus Paaren Eltern werden? Beziehungsprobleme sind leider alles andere als eine Seltenheit, besonders bei jungen Eltern. Paar bleiben trotz Eltern sein, ist eine Herausforderung – aber eine, die sich meistern lässt, wenn man seine eigenen Bedürfnisse und die des Partners trotz Zeitmangel nicht aus den Augen verliert.

Eine entspannte, schmerzfreie Geburt wünschen sich wohl die meisten Frauen schon während der Schwangerschaft. Leider berichten andere Mütter oder Hebammen aber häufig nur von Schmerzen bei der Entbindung: Geburtswehen haben es halt in sich und eine Geburt tut einfach unglaublich weh. Oder? Dass eine Geburt tatsächlich schmerzfrei sein kann, weiß meine heutige Interview-Partnerin aus eigener Erfahrung: Kristin Graf ist Mentaltrainerin und Expertin für Geburt in Hypnose. Ihre eigens entwickelte Methode zur mentalen Geburtsvorbereitung vermittelt sie werdenden Eltern in ihrem Online-Kurs und Live-Seminaren. Auch mit ihrem Podcast „Die friedliche Geburt” verfolgt sie ihren Traum davon, dass alle Frauen eine glückliche und selbstbestimmte Geburt erleben dürfen.

Mein heutiger Gast im Bildungsspirit-Interview ist die leidenschaftliche Lehrerin, psychologische Beraterin und Buchautorin Simone Roemer. Simone absolvierte ihr Referendariat an einem Gymnasium, unterrichtete anschließend an einem technischen Berufskolleg fast ausschließlich Jungen und nach einem Schulwechsel viele Mädchen. In ihren fast 20 Jahren Berufserfahrung lernte sie die Schwachpunkte des Bildungssystems kennen – und die unglaublichen Herausforderungen, denen Lehrer sich Tag für Tag stellen müssen. Aber sie kennt auch Wege und Methoden, die raus aus dem Hamsterrad führen – und chronischem Stress und Burnout vorbeugen können. Mit ihrem Buch „Unterrichten Sie sich glücklich – Mit Herz und Begeisterung in den Schulalltag” gibt sie Lehrern verblüffend einfache Mittel an die Hand, um sich selbst als Mensch wiederzuentdecken und in ein erfüllteres Berufs- und Privatleben zu starten.