Am 30.3.2019 war es endlich soweit: Mein allererstes Lehrer-Event „Der entspannte Lehrer – Gestärkt und gelassen durch den (Schul)alltag” fand im Literaturhaus in Herne statt. „Der entspannte Lehrer” ist ein ganzer Tag, bei dem es speziell um die Persönlichkeitsentwicklung von Lehrern und pädagogischem Fachpersonal geht. Mit diesem Video teile ich einen Einblick in dieses unglaublich bewegende Seminar.

Stoppt Mobbing! Mobbing in der Schule ist ein Thema, das mir in meiner täglichen Arbeit mit Lehrern und Schülern leider ständig begegnet. Daher ist es mir unglaublich wichtig, Pädagogen und Eltern regelmäßig für Mobbing zu sensibilisieren und vor allem den Opferschutz voranzutreiben. Übergriffiges Verhalten darf nicht länger verharmlost oder geleugnet werden – jeder von uns sollte hinsehen und tätig werden. Denn eines ist leider traurige Wirklichkeit: Dass ein junger Mensch zum Mobbingopfer geworden ist und dringend Unterstützung benötigt, fällt im Schulalltag und auch in den Elternhäusern häufig viel zu spät auf!

Konflikte in der Pubertät: Wenn Jugendliche nicht mehr zur Schule gehen wollen, sich ihren Eltern gegenüber ständig aggressiv oder unverschämt verhalten, sich auf ihr Zimmer zurückziehen oder einen allgemein demotivierten Eindruck machen, stehen Eltern häufig mit großen Fragezeichen im Gesicht da. Sie fragen sich, was mit ihren Kindern los ist und ob bzw. was sie in ihrer Erziehung falsch gemacht haben. Sie hatten es doch immer nur gut gemeint. Doch gut gemeint ist nicht immer gut ...

Gute Gefühle, schlechte Gefühle – in diesen Kategorien zu denken, wurde den meisten von uns von klein auf beigebracht. Viele von uns haben noch von ihren Eltern gelernt, die sogenannten „bösen Emotionen” wie Wut oder Angst zu unterdrücken. Doch gibt es sie wirklich, diese falschen oder schlechten Gefühle? Oder sind nicht alle Gefühle irgendwie „richtig“? Eines ist jedenfalls unstrittig: Unsere Emotionen können eine ganze Herde von Mückenelefanten zusammentrommeln und unser Zusammenleben als Familie immer wieder auf den Kopf stellen …

Ein Kleinkind kann seine Eltern doch nicht ernsthaft so provozieren, dass ihnen „die Hutschnur platzt” – oder doch?! Wenn wir mal ganz ehrlich sind, wird nahezu jeder Elternteil in unentspannten Zeiten schon einmal an einen Punkt gekommen sein, bei dem er sich wirklich „beherrschen” musste, weil der Wutanfall seines Kindes jede Menge unangenehme Gefühle bei ihm ausgelöst hat. Gefühlte tausend Mal hatte man es doch schon besprochen und ausdiskutiert – und jetzt trödelt es wieder nur rum, obwohl man selbst ganz dringend zur Arbeit muss. Es schreit und wütet, weil das Puzzle einfach nicht bis zum Nachmittag warten kann. Nicht selten begleitet von Hauen oder Kratzen, wenn Mama oder Papa sich schließlich „durchsetzen”, das Kind gegen seinen Willen anziehen und in die Kita bringen. Manchmal könnte man … Stopp! Genau an diesem Punkt setze ich mit der heutigen Podcast-Folge an.

Da wird getobt, gestampft und gebrüllt – nicht selten begleitet von einem „Du blöde Mama!“ oder einem „Ich hasse dich!“. Wenn unsere Kinder wütend werden, fällt es uns Eltern häufig schwer, gelassen zu bleiben. Denn in unserer Gesellschaft werden öffentlich ausgelebte Gefühle nicht gerne gesehen – über Jahrzehnte hinweg haben viele von uns gelernt, dass Emotionen „nicht gut sind“ und sind auf diese Weise wahre Meister der unterdrückten Gefühle geworden. Kein Wunder also, dass uns das Verständnis für die Wutausbrüche unserer Kinder irgendwie abhandengekommen ist, oder?! …