Bindung und Beziehungsmuster verstehen
Frühe Erfahrungen wirken nach
Menschen sind soziale Wesen, und zwischenmenschliche Beziehungen spielen eine fundamentale Rolle für unsere psychische Gesundheit. Von den ersten Lebensjahren an werden wir durch die Qualität unserer Beziehungen zu Eltern, Geschwistern und anderen Bezugspersonen geprägt. Diese frühkindlichen Bindungen legen nicht nur den Grundstein für unser Selbstbild, sondern formen auch unsere Fähigkeit, emotionale Nähe und Vertrauen in späteren Beziehungen zu erleben.
Die unbewussten Beziehungsmuster, die in der Kindheit entwickelt werden, wirken bis ins Erwachsenenleben fort und beeinflussen unsere aktuellen Partnerschaften sowie die Beziehung zu unseren eigenen Kindern. Beispielsweise können sicher gebildete Bindungen in der Kindheit dazu führen, dass wir in späteren Beziehungen offener und vertrauensvoller agieren. Umgekehrt können konfliktreiche familiäre Erfahrungen zu Schwierigkeiten in der Kommunikation und zu Ängsten in Beziehungen führen.
Diese Muster manifestieren sich in Form von automatisierten Kommunikationsstilen und Verhaltensauffälligkeiten, die unser Miteinander und unser eigenes Wohlbefinden in Form von körperlichen und psychischen Symptomen beeinträchtigen.


Warum systemische Therapie lernen?
Beziehungen und Dynamiken verstehen
Für Coaches, Berater und Therapeuten ist es entscheidend, systemische Methoden zu beherrschen, um tief verwurzelte Beziehungsmuster und Dynamiken bei Klienten zu erkennen und zu verändern. Unsere frühen Bindungserfahrungen und die unbewussten Muster, die wir in der Kindheit entwickeln, führen zu einer starken Beeinflussung unseres Erwachsenenlebens. Daher können Schwierigkeiten in Beziehungen und psychisches Wohlbefinden nachhaltig verbessert werden, wenn diese Muster durchbrochen werden. Mit einer Zusatzqualifikation in systemischer Beratung und Therapie können Fachkräfte ihren Klienten helfen, gesunde, unterstützende Beziehungen zu gestalten und langfristige Veränderungen zu erreichen.
Präsenzseminar, Live-Calls, Praxis
So läuft es ab
Die Ausbildung erstreckt sich über insgesamt drei Monate und verbindet Präsenzunterricht, Online-Begleitung und praktische Anwendung.
Zum Start findet eine fünftägige Präsenzwoche in unserem Institut statt. In dieser Woche werden die systemischen Grundlagen vermittelt und die Methoden praktisch erarbeitet.
Im Anschluss folgt eine Vertiefungsphase über ca. zweieinhalb Monate mit vier begleitenden Live-Calls via Zoom. Eine Teilnahme an mindestens drei Terminen ist erforderlich. Parallel dazu führst du jeweils drei eigene systemische Sitzungen mit fünf Klienten durch, dokumentierst diese und reichst sie ein. Ergänzend steht dir unser Onlinebereich mit Videos und Skripten zur Verfügung.

Vermittelte Methoden und Techniken
Direkt anwendbar
In dieser praxisorientierten Ausbildung lernst du systemische Therapie als einen Ansatz kennen, der psychische und soziale Themen nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang ihres jeweiligen sozialen Umfelds versteht. Theorie, Praxis und Reflexion greifen dabei ineinander. Der Fokus liegt auf Beziehungen, Rollen und Dynamiken innerhalb von Systemen wie Familie, Partnerschaft oder beruflichem Kontext. Die Arbeit in einer kleinen Gruppe ermöglicht einen intensiven Austausch und eine individuelle Begleitung.
Du erarbeitest dir zentrale systemische Denkweisen und wendest diese anhand konkreter Methoden praktisch an. Durch die Kombination aus gemeinsamer Arbeit, Reflexion und Anwendung entwickelst du ein fundiertes fachliches Verständnis und Sicherheit im systemischen Arbeiten – in Beratung, Coaching und, bei entsprechender Heilerlaubnis, auch in der therapeutischen Praxis.

Ausbildung und Weiterbildung
Je nach Ausgangslage
Die Ausbildung „Grundlagen und Methoden Systemischer Therapie“ ist bewusst so konzipiert, dass sie unterschiedliche berufliche Hintergründe anspricht. Je nach Ausgangslage kann sie für dich eine Ausbildung, eine Weiterbildung oder eine Fortbildung sein.
Wenn du noch keine therapeutische oder beratende Ausbildung hast, bietet dir diese systemische Ausbildung einen fundierten Einstieg in systemisches Denken und Arbeiten. Wenn du bereits als Coach, Berater oder Therapeut tätig bist, kannst du deine bestehende Arbeit methodisch vertiefen und um eine systemische Perspektive erweitern. Viele Teilnehmer absolvieren die Ausbildung auch parallel zur Vorbereitung auf den Heilpraktiker für Psychotherapie oder nach bestandener Überprüfung.
Im Mittelpunkt steht dabei die systemische Haltung: Menschen in ihren Beziehungen, Kontexten und Mustern zu verstehen und Veränderungsprozesse bewusst zu begleiten.

Erfahrungsberichte

Therapie, Beratung, Coaching
Eine Haltung, viele Einsatzfelder
Die systemische Arbeit verbindet Therapie, Beratung und Coaching durch eine gemeinsame Grundhaltung. Die Methoden und Denkweisen sind vergleichbar – die rechtliche Anwendung richtet sich jedoch nach deinem beruflichen Rahmen.
Die Ausbildung vermittelt systemische Konzepte, Gesprächsführung und Interventionen. Sie verleiht keine Heilerlaubnis. Therapeutisches Arbeiten ist daher nur möglich, wenn die entsprechenden rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, zum Beispiel durch eine Erlaubnis als Heilpraktiker für Psychotherapie.
Unabhängig davon lernst du, Prozesse zu begleiten, Ressourcen sichtbar zu machen und Zusammenhänge im sozialen System zu erkennen. Wie du diese systemische Haltung später anwendest, hängt von deinem beruflichen Kontext ab.
Das sagen unsere Kunden
Lea Lindemann
Lehrerin, Coach & Referentin
„Für mich hat sich durch die systemische Ausbildung bei Simone nicht nur verändert, dass ich ganz viele neue Methoden an der Hand habe, […] sondern dass ich noch mal einen neuen Blick auf Menschen und ihre Verhaltensweisen bekommen habe. […] Die Ausbildung ist fachlich fundiert, aber vor allem geht sie tief. […] Alles, was man selbst erlebt, kann man dann noch sehr viel professioneller weitergeben.“
Natascha Blaich
Ergotherapeutin & Hypnose-Coach
„Ich möchte die systemische Ausbildung beruflich für meine Praxis nutzen – für die Arbeit mit Menschen. […] Aber sie hat mir auch privat unfassbar viel gebracht, vor allem im Zusammenspiel mit der Hypnoseausbildung. Diese ganzen zwischenmenschlichen Dynamiken zu sehen, zu erkennen und Techniken zu lernen – das ist einfach eine Riesenbereicherung.“
Über die Dozentin

Simone Kriebs bringt ihre langjährige Erfahrung als systemische Familientherapeutin und Hypnosetherapeutin und ihr umfangreiches Wissen über das menschliche Unterbewusstsein in ihre Arbeit als Dozentin ein. Als Heilpraktikerin für Psychotherapie und Expertin für systemische Beratung und Therapie vermittelt sie die Inhalte der Ausbildung praxisnah und anschaulich – immer mit Blick auf die individuellen Bedürfnisse ihrer Teilnehmer.
Simones Stärke liegt darin, komplexe Themen verständlich und direkt umsetzbar zu machen, sodass du die erlernten Methoden sicher und effektiv anwenden kannst. Mit ihrer authentischen und wertschätzenden Art macht sie das Lernen inspirierend und praxisorientiert.



